Streaming und Sendefenster: Durchsatz ohne unendlichen Puffer
Vier Größen, die man nicht verwechseln darf, wie ein Fenster eine lange Leitung ausgelastet hält und warum ein größeres Fenster allein nichts beschleunigt.
Vier Größen dürfen nicht verwechselt werden:
| Ebene | Größenordnung und Bedeutung |
|---|---|
| Datei- oder Streamgrenze | Bis 8 GiB im freigegebenen großen Profil; keine Puffergröße |
| Kryptochunk | Bis 4 MiB Klartext plus GCM-Tag |
| Direkter Frame | Auf dem direkten nativen Pfad bis 16 KiB einschließlich Header; kein 4-MiB-Netzpaket |
| Ausgehandeltes Chunkfenster | Höchstens vier Chunks gleichzeitig freigegeben; keine Mindestgeschwindigkeit |
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Ohne überlappende Verarbeitung kann der Sender nach jedem Chunk auf eine Antwort warten. Bei langen Roundtrips bleibt die Leitung dadurch zeitweise ungenutzt. Das native Fenster wird beidseitig ausgehandelt: über TLS per ALPN-Profil, über das Relay (Serverweg) im Handshake.
Das Fenster begrenzt, was unterwegs ist, nicht, was der Empfänger vorhalten muss. Vier Chunks sind ein Kreditlimit. Der Empfänger muss nicht sofort vier vollständige Dateien vorhalten. Die gemeinsame Entschlüsselungspipeline überlappt Laden, zwei Prüf- und Entschlüsselungsworker und geordnete Ausgabe mit höchstens drei Chunkslots. Pipelinebelegung und Transportfenster sind verschiedene Limits. Weiterhin werden sämtliche relevanten Hashes, GCM-Tags und der gesamte Dateihash geprüft; die geordnete Ausgabe bleibt erforderlich.
Warum niedrige Bandbreite funktioniert
Ein Fenster sagt, wie viel ohne weitere Freigabe unterwegs sein darf, nicht wie schnell diese Daten ankommen müssen. Kleine begrenzte I/O-Schritte und Stillstandsfristen unterscheiden eine langsame, fortschreitende Übertragung von einer steckengebliebenen Verbindung. Trotzdem gelten profilabhängige Fristen; eine stehende Übertragung endet und kann als derselbe Auftrag fortgesetzt werden.
Eine Faustregel: das Bandbreiten-Latenz-Produkt
Benötigte Daten im Flug ≈ Bandbreite × Roundtripzeit
Reine Rechenbeispiele bei 20 ms Roundtrip: 1 Gbit/s entsprechen 2,5 MB, 10 Gbit/s 25 MB und 100 Gbit/s 250 MB. Das sind dezimale MB und keine pipeit-Messwerte. Ein begrenztes Anwendungsfenster, das TCP-Fenster, Paketverlust, Hashing, TLS, Datenträger und Speicherbandbreite können jeweils enger begrenzen. Ein größeres Fenster allein macht einen Client nicht automatisch 100-Gbit-fähig.
Vorbereiten, Datenübertragung und sicherer Abschluss müssen separat gemessen werden. Ein schneller Ciphertext-Mikrobenchmark ist kein Beleg für dieselbe Nutzdatenrate inklusive Dateiscans, Empfangsprüfung und Datenträgercommit.
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